Klassische Homöopathie

Den meisten Lesern dürfte die klassische Homöopathie bereits ein Begriff sein, trotzdem ein paar Worte dazu. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich Einzelmittel benütze, ob ich mit Hochpotenzen arbeite und auch, ob ich auch mit dem Pendel arbeite, usw. Außerdem wird häufig die Homöopathie mit Pflanzenheilkunde verwechselt.


Also ich verwende mittlere (C 30, C 200) und hohe Potenzen (C 1000, LM- bzw. Q-Potenzen). Ich verwende selten tiefe Potenzen und keine Komplexmittel (das sind Präparate, in denen mehrere homöopathische Mittel zu einem Komplex gemischt sind).


Ich verschreibe nur homöopathische Einzelmittel. Ich habe meine Ausbildung zum Homöopathen bei Ravi Roy und bei Erik Schwarz absolviert. Beide führten mich zu den Wurzeln der Homöopathie, zu Samuel Hahnemann, der die Homöopathie entdeckte. Ravi Roy benutzte deshalb lieber die Bezeichnung „reine Homöopathie“ statt klassische, weil er sich an der reinen, ursprünglichen Form der Homöopathie orientierte. Auch ich orientiere mich hauptsächlich an dieser reinen Form der Homöopathie, ohne dabei andere Formen und Methoden der Homöopathie zu werten. Vor einer homöopathischen Verschreibung steht eine ausführliche Anamnese. Diese dauert ca. 45 – 60 Minuten, Sie sollten deshalb dazu etwas Zeit mitbringen. Da für eine homöopathische Anamnese nicht nur, oder sogar nur am Rande, die klinischen Bezeichnungen, wie beispielsweise Magengeschwür, Migräne usw. von Belang sind, sondern vor allem die sonderbaren, außergewöhnlichen Empfindungen, Schmerzen, Begleitumstände, sowie psychische Symptome, wie ängste, Vorlieben und verschiedene andere Fragen, ist es sinnvoll, sich schon vorher ein bisschen Gedanken zu machen, was einem zu seiner Krankheit alles einfällt. Dazu gehört auch z. B. die Frage, seit wann sind die Beschwerden, gibt es etwas, dass sie bessert, verschlechtert oder gibt es bestimmte Zeiten oder Bedingungen, unter welchen die Beschwerden auftreten, usw.? Nach der homöopathischen Anamnese muss ich Sie in der Regel noch ohne ein Rezept entlassen, denn nun beginnt die für Sie nicht mehr sichtbare Arbeit von mir: ich muss all die erhobenen Symptome, Zeichen und Beschwerden, repetorisieren, d.h. in einem aufwendigen Verfahren hierarchisieren, auswerten und den „roten Faden“ finden, um zum richtigen homöopathischen Mittel zu gelangen. Ich rufe dann zurück und teile Ihnen das für Sie gefundene Mittel mit. Um auf die eingangs gestellt Frage des Pendels kurz zu antworten: ich verwende keinen Pendel, um die homöopathischen Mittel zu ermitteln. Bei den homöopathischen Mitteln handelt es sich nicht zwangsläufig um ein pflanzliches Mittel. Die Homöopathika werden zwar häufig aus pflanzlichen Grundsubstanzen (wie Blüten, Wurzeln, Rinden usw.) hergestellt, aber ebenso werden tierische Materialien (wie Schlangengifte, Tinte des Tintenfisches) mineralische (wie Kochsalz, Kalisalze), metallische (wie Blei, Gold), aber auch Krankheitsexkremente (wie Substanzen eines Tb-Kranken usw.) verwendet. Bei den Potenzen, die ich verwende, befindet sich rein chemisch keine Grundsubstanz mehr in den Mitteln, die Wirkung ist deshalb nicht toxisch (giftig) oder grobstofflich, sondern erfolgt über „informatorische“ übertragung, auf sogenannter feinstofflicher Ebene (auch als Schwingung oder Frequenz bezeichnet).